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Malteser Pegnitz

Ein "Bekenner christlicher Werte"

Erzbischof Schick verleiht Silvesterorden an den Regionalbeuauftragten des Malteser Ordens, Dr. Peter Landendörfer

11.02.2014
Erzbischof Dr. Ludwig Schick steckte im Auftrag des Papstes Dr. Peter Landendörfer den Silvesterorden an. (Foto: Dr. Klaus-Stefan Kieger/Caritas)
Mit der in Latein geschriebenen Verleihungsurkunde vor den Mitarbeitern der Caritas (von links): Diözesan-Caritasvorsitzender Monsignore Edgar Hagel, Dr. Peter Landendörfer und Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Foto: Dr. Klaus-Stefan Krieger/Caritas)

Dr. Peter Landendörfer sei ein "Professor", sagte Bambergs Erzbischof Dr. Ludwig Schick in seiner Laudatio und nahm dabei darauf Bezug, dass der Allgemeinmediziner mit eigener Hausarztpraxis in Heiligenstadt/Oberfranken seit 2005 an der Technischen Universität München Vorlesungen und Seminaren zum Thema „Der alte Mensch beim Hausarzt“ hält. Als der Geehrte sofort einwandte, es handle sich nur um einen Lehrauftrag, erwiderte der Erzbischof, die ursprüngliche Bedeutung von Professor sei Bekenner und Landendörfer bekenne sich in seiner Lehrtätigkeit zu christlichen Wertvorstellungen. Dies sei einer der Gründe, ihm den Päpstlichen Silvesterorden zu verleihen.
Ein weiterer Grund, aus dem Bambergs Erzbischof Dr. Ludwig Schick den hohen kirchlichen Orden Dr. Peter Landendörfer überreichte, ist dessen großes Engagement für die Caritas. Seit der Gründung des Caritasverbandes für den Landkreis Bamberg 1984 ist Landendörfer dessen Vorsitzender. Schon damals sei die flächendeckende Versorgung alter und kranker Menschen sein zentrales Anliegen gewesen, sagte Schick bei der Adventsfeier des Diözesan-Caritasverbandes.
Bei seiner Gründung übernahm der Kreisverband vom Diözesan-Caritasverband nicht nur die Allgemeine Soziale Beratung im Landkreis Bamberg, sondern auch die Caritas-Sozialstation Schesslitz. Fünf weitere Sozialstationen kamen in den Folgejahren hinzu und wurden um den Mobilen Sozialen Hilfsdienst erweitert. Um die Wirtschaftlichkeit der ambulanten Pflege zu sichern, wurde sie inzwischen auf Veranlassung Landendörfers an vier Standorten konzentriert: Burgebrach, Hallstadt, Hirschaid und Schesslitz.
Dass der quantitative und qualitative Ausbau pflegerischer Dienste ihm ein besonderes Anliegen ist, stellte Landendörfer auch unter Beweis, als der – nach eigenem Bekunden „eher kleine“ – Kreis-Caritasverband 2002 die Betriebsträgerschaft für das neuerbaute Seniorenzentrum St. Kilian in Hallstadt übernahm, das eine gemeinsame Stiftung von Kommune und Pfarrei errichtet hatte. Neben 60 Pflegeplätzen bietet das Seniorenzentrum eine gut besuchte Tagespflege.
„Sie richteten Ihr Augenmerk immer auf die Not materiell und seelisch bedürftiger Mitmenschen“, ergänzte Schick  und nannte als Beispiel die Gründung des „Josefslädchens“ 1999. Hier – in Bamberg in der Josefstraße – können Menschen mit geringem Einkommen zu stark verbilligten Preisen gespendete Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen. Direkt neben der Geschäftsstelle des Verbandes gelegen, vermittelt das Josefslädchen seinen Kunden aber auch Beratung und andere Hilfeangebote der Caritas.
Über „seinen“ Kreis-Caritasverband hinaus, der heute rund 1000 Mitglieder und über 200 hauptamtliche Mitarbeiter zählt, bringt sich Dr. Peter Landendörfer auf Diözesanebene ein. Seit mehr als 15 Jahren trägt er Mitverantwortung im Vorstand des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg.
Ein weiterer Schwerpunkt im ehrenamtlichen Einsatz Landendörfers bildet der Malteser Hilfsdienst (MHD). Seit 1984 der einzige deutsche Pilgerzug des Souveränen Malteser Ritterordens für behinderte Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen wurde, ist er der verantwortliche ärztliche Leiter. Der Pilgerzug begleitet jedes Jahr in den Pfingstferien etwa 50 geistig und körperlich schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche nach Lourdes. Inzwischen leistet Dr. Peter Landendörfer diesen pflegerischen und ärztlichen Dienst alljährlich auch für kranke und behinderte Erwachsene: seit 1998 bei den Altötting-Wallfahrten des MHD der Erzdiözese Bamberg und seit 2005 bei den Lourdes-Wallfahrten des Malteser Ritterordens.
1998 wurde Dr. Landendörfer in den Souveränen Malteser Ritterorden aufgenommen und ist seit 2000 Regionalbeauftragter des Ordens in der Erzdiözese Bamberg. Als solcher ist er verantwortlich für dessen hiesige Aktivitäten.  Seit dem Jahr 2000 vertritt er ihn im Diözesanrat der Katholiken.
Von Landendörfers beruflicher Kompetenz als Geriater und seinen fundierten Kenntnissen in der Palliativmedizin profitiert wiederum die Caritas. Regelmäßig hält er Fortbildungen zu Pflege, Sterbebegleitung und Versorgung Demenzkranker. Schon zuvor für die Caritas als Berater in ethischen Fragen gerade am Ende des Lebens tätig, wählte ihn das 2012 neu geschaffene Ethikkomitee des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg zu seinem Vorsitzenden.
Die Mitwirkung im Pfarrgemeinderat der Pfarrei Heiligenstadt-Burggrub, lange Jahre als dessen 2. Vorsitzender, sowie im Dekanatsrat Hirschaid runden Landendörfers kirchliches Engagement.

Für seine vielfältigen sozialen und caritativen Engagement im Dienst der Kirche von Bamberg verlieh ihm 2009 Erzbischof Dr. Ludwig Schick die höchste Auszeichnung des Erzbistums, die Verdienstmedaille des Erzbistums Bamberg in Silber. Von staatlicher Seite würdigte 2007 der damalige Bundepräsident Horst Köhler das außerordentliche ehrenamtliche Wirken Landendörfers mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Dr. Klaus-Stefan Krieger

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